Die Sonnenfinsternis oder kurz "Sofi"

Sonnenfinsternisse sind stets ganz besondere Ereignisse.

Astrocom: Hier finden Sie alles für die Sonnenbeobachtung! Viele Amateure unternehmen weite Reisen, um für wenige Minuten im Kernschatten des Mondes zu stehen. Totale Sonnenfinsternisse sind für einen bestimmten Ort der Erde sehr selten, bezogen auf den gesamten Planeten jedoch gibt es fast jedes Jahr eine gut sichtbare Finsternis. Es gibt einige engagierte Eclipse-Chaser, die über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten fast 2 Dutzend Finsternisse erfolgreich beobachten konnten.

Auch die Mitglieder des ASTROCOM-Teams hatten in den letzten Jahren mehrfach das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort unter einem Wolkenloch zu stehen und konnten so eine umfangreiche Foto-Ausbeute mit nach Hause bringen.

Eine Totale Sonnenfinsternis

kann immer nur auf einem sehr schmalen Landstreifen beobachtet werden. Außerhalb dieses Gebietes ist die Sonne nur teilweise vom Mond verdeckt. Es kommt sogar öfters vor, dass der Kernschatten des Mondes komplett an der Erde vorbeiläuft und die Abdeckung nur unvollständig erfolgt. Insgesamt sind daher partielle Bedeckungen viel häufiger als totale Finsternisse. Von Deutschland aus sind pro Jahrzehnt einige partielle Finsternisse zu sehen. Leider verhindert das schlechte deutsche Wetter oft die Beobachtung, so dass gelungene Fotos doch bemerkenswert sind.

Schön zu beobachten waren die partiellen Finsternisse von 1994 und 1996:

Partielle Sonnenfinsternis

Wegen der großen Helligkeit müssen bei diesen astronomischen Ereignissen ausnahmsweise die Objektive mit einem starken Dämpfungsfilter versehen werden. Die obere Aufnahmeserie vom 12.10.1996 entstand mit einem 500 mm 1:8 Teleobjektiv auf 100 ASA Diafilm. Links oben ist zu sehen, dass es zu Beginn noch Probleme mit dem Wetter gab. Die Wolken lösten sich jedoch zum Glück später auf. Eine ähnliche Aufnahme gibt es auch von der Sonnenfinsternis vom 10.5.1994:

Sonnenfinstenis 1994
 

Im Teleskop kann man unter sehr guten Bedingungen einzelne Berge am Mondrand erkennen. Die obere Aufnahme entstand mit einem 4,5 Zoll - 900 mm Newton unter Verwendung einer 3-fach Barlowlinse. In der unteren Aufnahme wurde das Foto in der Y-Achse um den Faktor 2 gestreckt um die Strukturen besser sichtbar zu machen:

 

 

!! EINE WICHTIGE WARNUNG !!

Blicken Sie niemals durch ein Teleskop, ein Fernglas oder ähnliches direkt auf die Sonne. Dies kann zu dauerhaften Augenschäden bis hin zur Erblindung führen! Ein geeigneter Sonnenfilter ist unerläßlich! Decken sie stets auch das Sucherfernrohr ab, um Schäden zu vermeiden! Auch bei der Beobachtung der Sonne mit bloßem Auge sind stets geeignete Schutzbrillen zu tragen, wie sie zum Beispiel hier erhältlich sind!